Pieter Zeelie erneut „King oft he Hill“ – Klingmann mit Podium
KNYSNA (red) Die 16. Auflage des Simola Hillclimb am 3. Mai 2026, bot erneut ein außergewöhnliches Spektakel voller Leistung, Energie und Spannung. Nach zwei intensiven Wettkampftagen wurden die „King of the Hill“-Champions 2026 gekürt. Tausende begeisterte Zuschauer genossen das perfekte Wetter und die unvergleichliche Atmosphäre, bei Südafrikas führendem Motorsport-Event.
Im mit Spannung erwarteten „King of the Hill“-Rennen der modifizierten Tourenwagen sicherte sich Pieter Zeelie mit seinem dritten Sieg – und dem zweiten in Folge – im mächtigen Toyota MR2 von 2002 seinen Platz in der Simola-Bergrennsport-Geschichte. Seine Siegerzeit von 37,216 Sekunden lag nur 0,126 Sekunden über seinem Klassenrekord aus dem Vorjahr (37,090 Sekunden), wobei er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 183,792 km/h erreichte. Zeelies erster Sieg gelang ihm 2021 mit einer Zeit von 40,402 Sekunden – ein Beweis dafür, wie sehr sich das Fahrzeug über die Jahre weiterentwickelt hat.
„Ich bin überglücklich. Gestern hatten wir es etwas schwer, da ich mit dem Grip am Hinterrad zu kämpfen hatte, aber heute haben wir alles gegeben und es hat geklappt“, sagte Zeelie. „Ich hätte nicht schneller fahren können, da wir im letzten Lauf maximalen Abtrieb und Ladedruck genutzt haben. Wir sind alle sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, so der sympathische Südafrikaner, den mal bereits zwei Mal beim Osnabrücker Bergrennen in Deutschland live bewundern konnte und auch hierzulande viele Freunde hat.
Robert Wolk dominierte das Feld der Formelwagen, Sportwagen und Sportprototypen und sicherte sich mit seiner Bestzeit des Wochenendes von 35,024 Sekunden im alles entscheidenden Top-10-Shootout seinen zweiten „King of the Hill“-Titel. Er erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 195,295 km/h im britischen Gould GR55-Chassis des Investchem-Teams aus dem Jahr 2005, der im vergangenen Jahr sein Debüt beim Simola Hillclimb gab. Wolks vorheriger Sieg war im Jahr 2024, als er den 1989er Pillbeam MP58 fuhr.
„Wir haben uns im Vergleich zum letzten Jahr, als wir das Auto gerade erst bekommen haben, deutlich verbessert und waren konstant schnell“, sagte Wolk. „Leider haben wir die 35-Sekunden-Marke, unser Ziel für das Wochenende, nicht geknackt, aber wir haben uns über die beiden Tage hinweg gesteigert. Handling und Chassis des Autos waren super, und zum Ende hin haben wir den Start verbessert. Nächstes Jahr ist definitiv noch Luft nach oben.“
Ian Schofield wurde Zweiter in seinem 2014 Mygale Formula Ford (40,967 Sek.), vor Connor Kilbride (41,766 Sek.) bei seinem ersten Simola Hillclimb-Einsatz am Steuer eines 2015er Ligier JS53 Evo2.
Der fünffache Sieger Franco Scribante erzielte im Top-10-Shootout mit 38,317 Sekunden die zweitschnellste Zeit, doch sein Lauf wurde disqualifiziert, nachdem er am Ende der 1,9 km langen Simola-Hill-Strecke die Streckenbegrenzungsmarkierung berührt hatte. Silvio Scribante dominierte das gesamte Wochenende über zahlreiche Sessions in seinem leuchtend gelben Audi RS3 von 2006, genannt „Pacman“. Er hatte seit dem Vorjahr umfangreiche Arbeiten an dem Wagen durchgeführt. Dies spiegelte sich in seiner beeindruckenden Zeit von 38,485 Sekunden im Top-10-Shootout und einer noch schnelleren Zeit von 38,103 Sekunden im Klassenfinale wider.
Steve Clark sicherte sich im Nissan Skyline R34 GT-R (Baujahr 2000) den letzten Platz auf dem Podium der Modified Saloon Car-Klasse (39,827 Sekunden). Reghard Roets schien erneut ein ernstzunehmender Konkurrent zu sein, doch ein Getriebeschaden an seinem BB Motorsport Nissan R35 GT-R (Baujahr 2014) während des Warm-ups am Sonntagmorgen beendete sein Rennen vorzeitig.
Clint Weston dominierte in der diesjährigen Veranstaltung alle Läufe, an denen er teilnahm, am Steuer des Mercedes-AMG GT 63 SE Performance (Modelljahr 2025). Nachdem er im Vorjahr mit einem ähnlichen Fahrzeug den Titel „King of the Hill“ in der Straßenwagen- und Supercar-Klasse gewonnen hatte. Er fuhr nicht nur seinen zweiten Sieg in Folge ein, sondern stellte im Klassenfinale mit einer Zeit von 42,527 Sekunden auch einen neuen Klassenrekord auf und erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit aus dem Stand von 160,839 km/h.
Westons Zeit von 42,616 Sekunden im Top-10-Shootout war minimal langsamer als in seinem Klassenfinale, setzte aber seine unübertroffene Leistung fort. „Es ist erstaunlich, wie wir es geschafft haben, mit diesem komplett serienmäßigen Auto immer schneller zu werden und Zeiten zu fahren, die mit vielen Rennwagen vergleichbar sind“, sagte Weston. „Ich habe jeden Moment dieses Wochenendes genossen, es war wirklich fantastisch. Mercedes-Benz und AMG planen etwas Besonderes für nächstes Jahr, daher freue ich mich schon jetzt auf 2027.“
Cristiano Verolini belegte im BMW M4 (Modelljahr 2026) den zweiten Platz. Seine Bestzeit des Wochenendes von 44,099 Sekunden erzielte er im finalen Shootout. Der deutsche BMW-Werksfahrer Jens Klingmann fuhr im BMW M5 (Modelljahr 2026) ebenfalls aufs Podium der Serienwagenklasse. Auch er hatte seine Bestzeit von 44,893 Sekunden im alles entscheidenden Top-10-Shootout erzielt.
„Ich habe heute das Maximum aus dem Auto herausgeholt. Meine schnellste Zeit im letzten Lauf ist ein gelungener Abschluss der Veranstaltung“, sagte Klingmann. „Die Zuschauer, die Gemeinschaft und die Atmosphäre machen das Simola Hillclimb zu etwas ganz Besonderem. Ich schätze es sehr, dass das Fahrerlager so zugänglich ist und man so gut mit den Leuten in Kontakt kommt. Das macht es sowohl auf als auch neben der Strecke so besonders. Ich hoffe sehr, dass ich nächstes Jahr wiederkommen und erneut um den Titel des Bergkönigs kämpfen kann.“
Das diesjährige Simola Hillclimb war zudem das erste, an dem Rodrigo de Oliveira, der in Portugal lebende Gründer der äußerst beliebten und erfolgreichen Hillclimb Monsters-Kanäle auf YouTube und in den sozialen Medien, persönlich teilnahm. Er ist seit vielen Jahren ein wichtiger Teil des Kommentatorenteams – wenn auch aus der Ferne von zu Hause aus –, daher war es fantastisch, ihn 2026 bei der Veranstaltung dabei zu haben.
„Die Teilnahme am Simola Hillclimb in diesem Jahr hat meine Erwartungen übertroffen“, sagte De Oliveira. „Der Empfang in Südafrika war einfach überwältigend. Ich habe meine Zeit hier sehr genossen und plane bereits meine Rückkehr im nächsten Jahr. Das Simola Hillclimb hat ein enormes Potenzial, weit über das bisher Erreichte hinauszugehen, und stößt auf großes Interesse bei internationalen Teilnehmern. Ich hoffe, meinen Beitrag dazu leisten zu können, das Event für Zuschauer außerhalb Südafrikas bekannter zu machen und als Sprachrohr für die Veranstaltung und Südafrika zu dienen“, sagte er.
Die 17. Ausgabe des Simola Hillclimb findet vom 29. April bis 2. Mai 2027 statt. Weitere Informationen und Tickets finden Sie auf der Website: www.simolahillclimb.com
Text: Colin Mileman
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