Erfolgreiche Entwicklungsarbeit für das Team Rahn an Glasbach und Iberg
DETMOLD (red) Nach dem Debüt des neuen WOLF GB08 Mistral HALO 1175 ccm Turbo beim Wolsfelder Bergrennen stand für das Motorsport Team Patrick Rahn am vergangenen Wochenenden (Glasbach und Iberg) die wichtige Station der Entwicklungsarbeit auf dem Programm. Mit dem Internationalen Glasbachrennen wartete nicht nur einer der anspruchsvollsten Bergrennklassiker Europas, sondern gleichzeitig auch ein Wertungslauf zur FIA Berg-Europameisterschaft, sowie der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft.
Die 5,2 Kilometer lange Traditionsstrecke stellte Fahrer und Technik vor besondere Herausforderungen. Wechselhafte Wetterbedingungen, wiederkehrende Niederschläge und ein teilweise äußerst geringer Gripniveau auf dem Asphalt im ersten Drittel der Strecke, sorgten während des gesamten Wochenendes für schwierige Rahmenbedingungen. Gerade in den schnellen Streckenabschnitten verlangte die Strecke höchste Konzentration und ein sensibles Gefühl für Fahrzeug und Fahrbahn.
Für Patrick Rahn stand dabei nicht allein das reine Ergebnis im Vordergrund, was aber am Ende des Rennwochenendes für Platz 4 reichte. Vielmehr nutzte das Team das Wochenende gezielt, um weitere wertvolle Erfahrungen mit dem neuen WOLF GB08 Mistral zu sammeln und die Entwicklungsarbeit konsequent fortzuführen. Die Verbesserungen waren von Lauf zu Lauf erheblich in den Wertungszeiten zu sehen und technische Abstimmungen konnten bei jedem Lauf verfeinert werden.
„Das Glasbachrennen war für uns ein voller Erfolg“, erklärt Patrick Rahn. „Die Bedingungen waren durch das wechselhafte Wetter und den teilweise sehr geringen Grip alles andere als einfach. Trotzdem konnten wir viele wichtige Erkenntnisse gewinnen und einen großen Schritt nach vorne machen. Von Lauf zu Lauf war es möglich in einen echten Flow zu kommen und Vertrauen zum neuen Fahrzeug aufzubauen.“ Besonders die Charakteristik des modernen Sportprototyps unterscheidet sich deutlich von den bisher eingesetzten Formel-Fahrzeugen. Der Umstieg vom Formel-3- beziehungsweise Formel-3000-Fahrzeug auf einen vollverkleideten Sportprototypen mit ausgeprägter Aerodynamik verlangt eine grundlegend andere Herangehensweise an die Fahrweise. „Der WOLF GB08 Mistral 2025 entwickelt seinen Grip auf eine völlig andere Art und Weise“, beschreibt Rahn. „Bei einem Fahrzeug mit hohem aerodynamischem Abtrieb gilt grundsätzlich: Je höher die Geschwindigkeit, desto größer wird der aerodynamische Grip. Genau dieses Vertrauen zum Fahrzeug muss man sich erarbeiten. Es fordert den Fahrer dazu auf, in schnellen Passagen die Geschwindigkeit mitzunehmen, weil dann die Aerodynamik optimal arbeitet. Diese Fahrweise unterscheidet sich deutlich von dem, was ich von den Formel-Fahrzeugen gewohnt bin.“
Gerade die anspruchsvolle Streckencharakteristik des Glasbachrennens bot durch seine unglaublich vielen Kurven ideale Voraussetzungen, um das Zusammenspiel von Aerodynamik, Fahrwerk und Fahrer besser zu verstehen. Im Verlauf des Wochenendes konnte das Team zahlreiche Daten sammeln und wichtige Rückschlüsse für die weitere Abstimmungsarbeit ziehen. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden nun die Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte. Im Fokus steht nun als nächstes die Feinabstimmung des Fahrwerks, die Optimierung von Spur- und Sturzwerten sowie die Anpassung der Dämpfercharakteristik an die Anforderungen des Fahrers. Mit jedem Einsatz wächst dabei das Verständnis für das Potenzial des neuen WOLF GB08 Mistral. Die positiven Eindrücke vom Glasbachrennen bestätigen den eingeschlagenen Weg und zeigen, dass sich Fahrzeug und Fahrer zunehmend zu einer leistungsfähigen Einheit entwickeln.
Nach intensiven Entwicklungswochen mit dem neuen WOLF GB08 Mistral HALO 1175 ccm Turbo konnte das Motorsport Team Patrick Rahn beim 28. Internationalen ADAC Ibergrennen 2026 erneut überzeugen. In einem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld belegte Fahrer Patrick Rahn den 5. Platz in der Gesamtwertung sowie Rang 3 in Gruppe und Klasse.
Die Leistungsfähigkeit des neuen WOLF GB08 Mistral zeigte sich dabei eindrucksvoll. Trotz Temperaturen von über 30 °C absolvierte das Team vier Trainingsläufe sowie drei erfolgreiche Rennläufe. Besonders erfreulich: Die persönliche Bestzeit aus dem Jahr 2022 konnte um eine halbe Sekunde verbessert werden. Damals hatte Patrick Rahn auf dieser Strecke den Klassensieg erzielt. Dafür reichte es diesmal nicht ganz. Groß war auch das Interesse der Zuschauer und Medienvertreter. An beiden Veranstaltungstagen in Heilbad Heiligenstadt herrschte reger Andrang im Fahrerlager, sodass mehrere hundert Autogrammkarten an Fans ausgegeben wurden.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Team durch die Begleitung eines Kamerateams des MDR Thüringen am Renntag. Die umfangreiche Berichterstattung bot eine hervorragende Plattform, um Team, Partner und Sponsoren einem breiten Publikum zu präsentieren. Auch das Statement des begeisterten Landtagpräsidenten gegenüber des MDR war Legendär: „ …es sind 2 Tage im Jahr die es Laut ist, das kann jeder vertragen“ , so der Politiker.
„Der Iberg hat uns perfekte Bedingungen geboten, um die Entwicklung des Fahrzeugs weiter voranzutreiben“, erklärt Patrick Rahn. „Trotz schwieriger Streckenverhältnisse am Samstagmorgen konnten wir schnell Vertrauen zum Fahrzeug aufbauen. Die Kombination aus aerodynamischem Grip und einem immer besseren Fahrzeugverständnis macht sich deutlich bemerkbar.“ Mit dem Ergebnis bestätigt das Motorsport Team Patrick Rahn die positive Entwicklung des neuen WOLF GB08 Mistral. Gleichzeitig arbeitet das Team weiterhin konsequent an der Feinabstimmung des Fahrzeugs, um das vorhandene Potenzial in den kommenden Rennen weiter auszuschöpfen.
Zu finden ist der MDR-Beitrag in der Mediathek des MDR Thüringen, oder mit diesem Link: https://www.ardmediathek.de/video/mdr-thuringen-journal/ibergrennen-heiligenstadt-als-klein-monaco/ard/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy84NTQ2NWZmZi0zOTE1LTRlNTQtOTMxMS1hYTFhNDJhNjY1Y2E
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