Bergrennen in Deutschland

Todesnachrichten reißen nicht ab – Berg-Familie wieder in Trauer

HOMBURG (red). Die schockierenden Nachrichten aus dem Umfeld des Bergrennsports, nehmen aktuell kein Ende. In den vergangen Tagen, erreichten uns drei Todesnachrichten. Zwei ehemalige Piloten aus dem KW Berg-Cup und ein engagierter Rennorganisator der Vergangenheit, sind von uns gegangen. Sehr traurig, waren doch alle noch in recht frühen Lebensjahren. Wie sagte Stephan Collisi, kürzlich in einem Gespräch mit „Bergrennen in Deutschland, „wir kennen einfach sehr viele Leute, mehr als normal lebende Menschen“.

Harald Nölling:
Am 24. Juni 2026, verstarb Harald Nölling im Alter von 69 Jahren in seiner Heimat Bad Berleburg, im Kreis Siegen-Wittgenstein. Zwischen 2001 und 2013 war der Lackiermeister, mit „Kunstpausen“ im KW Berg-Cup am Start, ausnahmslos auf der Marke Opel, meinst Kadett-Typen. Beruflich genoss Harald Nölling hohes Ansehen, als Geschäftsführer seiner Firma Nölling-Lackierzentrum GmbH in Erndtebrück (Nordrhein-Westfalen), besonders beliebt in den Renn- und Oldtimer-Szenen. Die Motorsportszene im Siegerland, und darüber hinaus verliert eine tragende Säule.

Die Trauerfeier findet am Freitag, den 10. Juli 2026 um 13 Uhr in der Friehoskapelle Bad Berleburg statt.

Joe Nardin:
Traurige Nachricht aus dem Bregenzerwald (Vorarlberg). Die echte Motorsport-Legende dieser österreichischen Region, Joe Nardin ist am vergangen Freitag, den 26. Juni 2026, überraschend verstorben. Unvergessen bleibt seine Dominanz im deutschen KW Berg-Cup, in der 8V-Trophy der Jahre 2003 bis 2007, mit unzähligen Klassensiegen am Steuer seines schwarzen VW Golf 1 Typ 17. Joe war nicht nur ein extrem schneller und talentierter Pilot. Er war für viele ein Vorbild, der eindrucksvoll bewiesen hat, was mit viel Willen im Motorsport alles möglich ist.

Heinz Sievert:
Mit großer Betroffenheit und tiefer Trauer nimmt der Nordhäuser MSC Abschied von seinem Vereinsvorsitzenden Heinz Sievert. Sein Wirken, seine Leidenschaft und sein unermüdlicher Einsatz haben diesen Verein sowie auch den Motorsport in der Region Südharz über viele Jahrzehnte entscheidend geprägt. Seit 1982 war Heinz Sievert federführend verantwortlich für über 40 Roland-Rallyes. Eine einzigartige Leistung! Aber auch die Wartburg-Rallye, die Gollert-Rallye und das Kyffhäuser Bergrennen hat er geleitet, um nur einige Beispiele zu nennen. Seinen inoffiziellen Titel als „Rallye-Papst“ trug Heinz Sievert verdient.

Heinz Sievert war seit Neugründung des Nordhäuser MSC e.V. im ADAC im Jahr 1991 Vereinsvorsitzender, aber weit mehr als das: Er war Motor, Organisator, Ansprechpartner und Vorbild zugleich. Sein Engagement und seine Verbundenheit zum Motorsport werden unvergessen bleiben.

R.i.P. Harald, Joe und Heinz