EBM Polen: Spannung vor Schweizer Mitsubishi-Duell
LIMANOWA (wyss) Der 7. und nördlichste Lauf zur Berg-EM steht am kommenden Wochenende (18./19. Juli 2026) unter speziellen Vorzeichen. Zwei Monate nach seinem Unfall in Spanien kehrt Ronnie Bratschi mit seinem im Zuge der Reparatur weiter verfeinerten Mitsubishi ins Geschehen zurück — genau wie im Vorjahr. Damals belegte der mit tschechischer Lizenz startende Schweizer beim Comeback den zweiten Platz hinter dem dieses Jahr fehlenden Hausherr Grzegorz Rożalski. Danach feierte Bratschi in Osnabrück, Les Rangiers und Ilirska Bistrica noch drei EM-Kategoriensiege in Folge. Daran (und seinen Saisonauftaktsieg 2026 am Rechberg) will er nun wieder anknüpfen.
Womöglich macht Bratschi nun ausgerechnet seinem „echten“ Landsmann Reto Meisel einen Strich durch die Erfolgsrechnung. Dieser führt nämlich inzwischen in allen EM-Wertungen (EM Kat. 1, Gruppe 1 und Performance nach Scratch). Um seine Titelchancen zu wahren, tritt das Meisel Racing Team in Limanowa ebenfalls mit einem Mitsubishi-Monster an, jenem des Polen Szymon Łukaszczyk. Damit holte dieser beim bislang letzten FIA Hill Climb Masters 2021 in Portugal die Goldmedaille.
Ein potentes Fahrzeug also, das Meisel und sein Chefingenieur Nuno Eira unter Mithilfe des Besitzers und Rozalski so weit in den Griff zu kriegen hoffen, um Bratschi und den weiteren starken Konkurrenten aus der Gruppe 1 mit ihren Allradboliden Paroli bieten zu können. „Auf dieser extrem rutschigen Strecke hätte ich mit meinem gewohnten Mercedes SLK340 mit Heckantrieb wie schon im letzten Jahr keinen Stich gehabt „, begründet der EM-Leader seinen Markenwechsel. Wie er herauskommt, wissen wir am kommenden Sonntag.
von Peter Wyss
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