Bergrennen in Deutschland

Zajelsnik kehrt in der Rhön in den Bergrennzirkus zurück

HAUSEN (hhe) Aus der Rhön-Region mischen 20 Starter beim Hauenstein-Bergrennen mit und Benjamin Noll ragt heraus. Zuletzt hatte der Bad Neustädter Benjamin Noll in Homburg und beim Ibergrennen zwei Gesamtsiege hintereinander in der Deutschen Automobil-Bergrennmeisterschaft eingefahren. Dennoch ist er nicht der Favorit auf den Gesamtsieg beim 55. Hauenstein-Bergrennen in Hausen, das am kommenden Samstag und Sonntag über die Bühne geht. Denn nach dem frühen Tod seines Bruder Alexander Zajelsnik hatte der fünfmalige Hausen-Sieger Patrik Zajelsnik mit seinem Nova Proto 01 Turbo zuletzt drei Rennen pausiert, jetzt greift er in der Rhön wieder an.

Benjamin Noll ist in der aktuellen Wertung für die Deutschen Meisterschaft für Sportwagen die Nummer zwei hinter Marco Lorig (Formula Master Honda), der mehr Punkte durch mehr Teilnehmer in seiner Klasse sammeln kann. Der 23-Jährige gilt als Kronprinz in Deutschland, doch hat er einen stallinternen Konkurrenten mit dem Luxemburger Tommy Rollinger. Denn beide pilotieren Osella FA 30 / PA 30 V8 und werden beide von Lang Motorsporttechnik aus Schweinfurt betreut und kämpfen um die Plätze auf dem Gesamtsiegerpodest. Vergangenes Jahr hatte der Rollout des neue konstruierten PRC FPR LR Turbo von Georg Lang in der Rhön wegen Motorproblemen noch ausfallen müssen. „Nicht letztes Jahr, sondern heuer bremsten uns die Kinderkrankheiten immer wieder aus“, sagt der Schweinfurter, der mit seinem Vater und Teamchef Uwe Lang noch einiges an Arbeit vor sich hat.

Um den Tourenwagen-Sieg werden ebenfalls spannende Fahrten erwartet. Allrounder Rainer Noller, der Überraschungs-Gesamtsieger von Schotten, zählt mit seinem Porsche 991.1 GT Cup zum Kreis der Sieganwärter. Mario Minichberger im VW Corrado 1.5 Turbo 4×4 ist dabei der Geheimfavorit. Da das Rennen auch zur Luxemburger Meisterschaft zählt, hat es hier ebenfalls schnelle Tourenwagen-Piloten, wie z.B. das Team Schilling Performance oder Porsche-Mann „Mich“Fernandes. Die PF2-Klasse bietet aber noch weitere hoch-technisierte Tourenwagen auf.

Heuer sind aus der Region um Hausen ganze 20 Rennfahrer gemeldet, darunter die Hausener Michael Markert im Mini Cooper, Jasmin Markert im VW Polo und Johannes Wetzel im BMW 318. Weitere 3er-BMW aus der Region steuern Rainer Hergenhan (Stetten), Jochen Federlein (Ebenhausen), Andre Krämer (Oberelsbach), Hannes Menninger (Hohenroth) und Alexander Reder (Oberelsbach). Der Mellrichstädter Andy Schuler kommt heuer zur Abwechslung mit einem Ford Fiesta nach Hausen und im Feld der NSU TT ist der Burgebracher Steffen Hofman Favorit und sein Sohn Jannik Hofmann steuert ebenfalls einen Prinzen. In Main-Spessart sind die Gräfendorfer Matthias Marquardt und Sebastian Fella zuhause, sie geben ebenfalls in 3er-BMW Gas, wie auch der aus Gochsheim kommende Vorsitzende des AC Schweinfurt, Thomas Gahlen. In einem VW Polo mischt der Karlstädter Holger Palm mit und der Marktheidenfelder Kai Lanig (Norma M20 FC 2.0). Die Region Miltenberg ist mit den Eichenbühlern Fabio Pegoretti (VW Polo) und Nils Abb (VW Polo) sowie dem Miltenberger Daniel Winkler (Audi RS 3 TCR) vertreten.

Der veranstaltende Motorsportclub Rhön mit seinem Vorsitzenden Jochen Seyd und Rennleiter Bernd Seyd hat wieder viele Helfer im Einsatz für einen reibungslosen Ablauf der traditionellen Rennsportveranstaltung. Sie Trainingsläufe am Samstag und die Rennläufe am Sonntag laufen jeweils von 8 bis 17 Uhr. Am Freitag steigt ab 21 Uhr die Welcome Party mit DJ Seb und Barbetrieb und am Samstagabend spielt von 19 bis 22 Uhr die Musikkapelle Hausen, anschließend übernimmt erneut DJ Seb das Zepter.

von Hartmut Hess