Robin Faustini kürt sich in Oberhallau zum Schweizer Meister
OBERHALLAU (red) Das Bergrennen Oberhallau bot den Zuschauerinnen und Zuschauern dieses Wochenende Motorsport zum Anfassen. Tausende Besucher pilgerten in die Klettgauer Rebberge und erlebten spektakuläre Rennläufe beim familiären Autorennen. Vor dieser sensationellen Kulisse holte sich der Aargauer Robin Faustini den Tagessieg und kürte sich damit zum Schweizer Bergmeister 2026.
Die Kulisse stimmte für das Bergrennen Oberhallau 2026. Sonniges Wetter und kein Regen erfreuten nicht nur die 250 startenden Fahrerinnen und Fahrer, sondern lockten auch zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer an die Rennstrecke. Der Zuschauerbereich im Start und in der Tarzan-Kurve war schon bei den Trainingsläufen am Samstag gut besetzt und am Renntag standen die Menschen noch näher zusammen. Über das ganze Wochenende durften die Organisatoren 15’000 Zuschauer in Oberhallau begrüßen. Damit gehört die Austragung 2026 zu den besten Jahrgängen. «Wir danken allen Zuschauern für ihren Besuch», sagte OK-Präsident Sascha Schlatter. «Damit schaffen sie eine einzigartige Kulisse für die Fahrer und zeigen Wertschätzung für die Arbeit der 350 Helferinnen und Helfer.» Die positive Bilanz wird etwas getrübt, weil der dritte Rennlauf für alle Fahrerinnen und Fahrer gestrichen werden musste. «Wegen vieler Unterbrechungen am Sonntagvormittag konnten wir den Zeitplan und damit die behördliche Bewilligung für die Streckennutzung zeitlich nicht einhalten», erklärte Schlatter.
Zu den Unterbrechungen kam es wegen technischer Defekte und vereinzelter Rennunfälle. Der Stimmung im Dorf tat die Verkürzung des Rennens keinen Abbruch. Das Weinbaudorf verwandelte sich am Wochenende in ein Fahrerlager mit Dorffest, und eine Hüpfburg, Helikopter-Rundflüge und Renntaxifahrten unterstrichen den familiären Charakter des Bergrennens Oberhallau.
Im Zentrum stand aber das Geschehen auf der Rennstrecke. Bei der Zeitenjagd in den Rebbergen zeichnete sich beim Training ein Duell zwischen dem Vorjahressieger Robin Faustini und dem ebenfalls mehrfach in Oberhallau triumphierenden Marcel Steiner ab. Diesen stoppte im ersten Rennlauf leider ein technischer Defekt seines Nova Proto NP01. Dadurch war der Weg frei für Faustini. Mit zwei Bestzeiten holte sich der Aargauer in seinem Nova Proto NP01 mit 2:18,114 min den Tagessieg. Hinter ihm fuhren der junge Deutsche Benjamin Noll (2:26,462 min) und Simon Hugentobler (2:30,038 min) auf die Ränge 2 und 3. (siehe Foto)
Gleichzeitig sicherte sich Faustini noch vor dem letzten Saisonrennen seinen dritten Schweizer Bergmeistertitel. Damit erarbeitet sich Oberhallau langsam den Ruf eines Meistermachers. Schon die letzten beiden Jahre holte sich Faustini im Klettgau den Tagessieg und den Meistertitel.
Bei den Tourenwagen holte sich Roger Schnellmann in seinem Mitsubishi Lancer EVO 8 den Tagessieg mit 2:35,579 min. Hinter ihm fuhren Thomas Strasser (2:38,216 min) und Ludovic Monnier (2:41,732 min) aufs Podest. Neben der Schweizer Bergmeisterschaft zählt das Bergrennen Oberhallau auch zum deutschen KW Berg-Cup und dieses Jahr erstmals zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft. Hier geht der Tagessieg an Holger Hovemann. In seinem Lamborghini Huracan ST Evo erklomm er die Weinberge in 2:49,003 min. Auf die Ränge zwei und drei fuhren Rainer Noller (2:49,607 min) und Bernd Ehrle (2:50,537 min).
Aus der Region Schaffhausen waren eine Fahrerin und fünf Fahrer am Start. Von ihnen konnte Vanessa Zenklusen aus Hallau in ihrer Kategorie als Zweite aufs Podest fahren. Drei Klassenrekorde rundeten die Resultate des Bergrennens Oberhallau 2026 ab. Das nächste Bergrennen Oberhallau findet in einem Jahr am Wochenende vom 28. und 29. August 2027 statt.
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