Bergrennen in Deutschland

Sainte-Cécile: Großes Finale der Bergmeisterschaften in Belgien

SAINT CÉCILE (red) Die Spannung steigt ein letztes Mal: Am kommenden Sonntag, 20. September, fällt in Sainte-Cécile, in der Wallonie, der Vorhang für die Bergsaison 2026. Die neu asphaltierte Strecke des „Course de Côte de Sainte-Cécile“  in der belgischen Provinz Luxemburg bildet das große Finale, sowohl der belgischen Bergmeisterschaft  als auch der luxemburgischen Bergmeisterschaft. Entsprechend groß ist die Bedeutung des Rennens für die Piloten, die ein letztes Mal um Meisterschaftspunkte und Klassensiege kämpfen. Erstmals könnte ein Deutscher, mit Robert Meiers, den belgischen Titel bei den Rennsportfahrzeugen einfahren.

Die Strecke führt zwischen Herbeumont und Sainte-Cécile durch die landschaftlich reizvolle Region des Semois-Tals. Für die diesjährige Veranstaltung wird eine Streckenlänge von rund 3,64 Kilometern angegeben. Damit wartet auf die Teilnehmer ein anspruchsvoller Mix aus schnellen Passagen und technischeren Abschnitten, bei dem neben Motorleistung vor allem ein sauberer und mutiger Fahrstil gefragt ist.

Luxemburg: Saisonabschluss mit besonderer Bedeutung

Für die Luxemburger Bergfahrer ist Sainte-Cécile der letzte von insgesamt acht Läufen der Saison. Der Kalender führte die Teilnehmer zuvor unter anderem nach Lorentzweiler und Eschdorf sowie zu den internationalen Stationen Wolsfeld, Glasbach, Hauenstein, Sainte-Ursanne und Turckheim. Mit Sainte-Cécile endet damit eine ausgesprochen abwechslungsreiche Saison. Patric Zajelsnik könnte hier seinen Titel verteidigen.

Gerade das gemeinsame Finale mit den belgischen Konkurrenten sorgt traditionell für ein hochkarätiges Starterfeld. Luxemburger Piloten treffen auf starke belgische Fahrer sowie auf internationale Gaststarter – ein Umstand, der das Rennen auch sportlich besonders interessant macht.

Auch die belgische Meisterschaft geht ins Finale

Für die belgische Bergmeisterschaft ist Sainte-Cécile ebenfalls das letzte von neun Rennen des Jahres. Nach Lorentzweiler und Eschdorf ging es für die belgische Meisterschaft unter anderem nach Ry des Glands, Chimay, La Roche-en-Ardenne, La Cambuse, Osnabrück, Bomerée und zuletzt Houyet.

Bereits die vorletzte Runde am vergangen Wochenende in Houyet zeigte, wie eng es in den verschiedenen Kategorien zugehen kann. Vor dem Saisonfinale sind insbesondere die Entscheidungen in den Kategorien der Produktions- und Rennfahrzeuge von großem Interesse. In Houyet wurde zudem deutlich, dass bis zum letzten Lauf noch wichtige Punkte vergeben werden. So konnte der Deutsche Robert Meiers (Formel Dallara WS NISSAN 3.0 V6), mit einem zweiten Gesamtrang, seine Führung, mit nun 217 Punkten ausbauen. Sein ärgster Verfolger, Jacques Marchal (Dallara F3) bringt es vor dem Finale auf 178 Zähler, vor Houyet-Sieger Daniel Allais (F) mit 152 Punkten.

Starke Konkurrenz und spektakuläre Fahrzeuge

Sainte-Cécile dürfte eine interessante Mischung aus leistungsstarken Prototypen, Tourenwagen und historischen Fahrzeugen bieten. Zu den bekannten Namen die am Start erwartet werden gehören unter anderem Bruno Cazzoli, Samy Guth, Patric Zajelsnik, Benjamin Noll, Tommy Rollinger, Robert Meiers, Canio Marchione, Daniel Allais, Jacques Marchal, Eric Schwilden, Sébastien Starck. Auch Luxemburger Piloten wie Michel Fernandes, Charles Valentiny, Nico Schilling, Claude Soisson und weitere Fahrer sorgen für internationale Farbe.

Wie stark das Feld traditionell besetzt ist, zeigte bereits die Ausgabe 2025: Damals gingen mehr als 40 Fahrer in der nationalen RACB-Wertung an den Start (dazu kammen zahlreiche Piloten in der regionalen Wertung), darunter zahlreiche ausländische Teilnehmer. Corentin Starck gewann das Rennen mit seinem Nova NP01 Turbo.

3,64 Kilometer bis zum Saisonende

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag bereits am Morgen. Die ersten Trainingsläufe sind ab 8:00 Uhr vorgesehen, die offiziellen Rennläufe folgen im weiteren Tagesverlauf, ab ca. 13 Uhr. Für Zuschauer bietet sich damit die Gelegenheit, die Meisterschaftsentscheidungen hautnah mitzuerleben, und das bei freiem Eintritt.

Die Veranstaltung findet in B-6820 Florenville, Ortsteil Sainte Cécile statt. Die Rennstrecke ist die N884 (Rue de Conques). Den besten Zuschauerpunkt erreicht man über Sainte Cécille, mit der Straße Rue d‘Herbeumont.