Bergrennen in Deutschland

Robert Meiers schreibt belgische Bergrenn-Geschichte

SAINTE CÉCILE (red) Historischer Erfolg beim Finale der belgischen und luxemburgischen Bergrenn-Meisterschaft 2026: Robert Meiers hat sich beim Saisonfinale in Sainte-Cécile den belgischen Meistertitel bei den Rennsportfahrzeugen gesichert. Damit ist der Deutsche der erste ausländische Fahrer in der Geschichte, dem der Gewinn der belgischen Bergmeisterschaft gelingt. Gleichzeitig verteidigte der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik seinen Titel in der luxemburgischen Bergmeisterschaft.

Sainte-Cécile wurde am vergangenen Wochenende zum Schauplatz eines ganz besonderen Saisonfinales. Auf der rund 3,6 Kilometer langen, für 2026 neu asphaltierten Strecke in der belgischen Provinz Luxemburg trafen die Spitzenfahrer der belgischen und luxemburgischen Meisterschaft noch einmal aufeinander. Für beide Championate war die Veranstaltung der letzte Lauf der Saison.

Meiers krönt eine starke Saison

Für Robert Meiers bedeutete das Wochenende den Höhepunkt einer konstant starken Saison und seiner bisherigen Motorsport-Laufbahn. Der Mann aus der Eifel hatte bereits lange vor dem Finale die Führung in der belgischen Meisterschaft übernommen. Nach seinem zweiten Platz beim vorletzten Lauf in Houyet lag Meiers mit 217 Punkten deutlich vor seinem letzten verbliebenen Titelrivalen Jacques Marchal (Dallara F3), der zu diesem Zeitpunkt 178 Zähler auf seinem Konto hatte.

Mit seiner Dallara World Series 3.0 V6 war Meiers über die gesamte Saison hinweg ein regelmäßiger Spitzenreiter in der Kategorie der Rennsportfahrzeuge. Bereits während des Saisonverlaufs hatte er unter anderem in La Roche-en-Ardenne einen Klassensieg eingefahren. Beim „M de Bomerée“ war der Deutsche zudem bereits vor dem Finale als belgischer Meister seiner Klasse E2-SS18 festgestanden.

Der Titel von Sainte-Cécile besitzt dennoch eine besondere historische Bedeutung: Robert Meiers ist der erste deutsche Fahrer, der die belgische Bergmeisterschaft bei den Rennsportfahrzeugen gewinnen konnte. Damit setzt der aus der Eifel stammende Dallara-Pilot einen besonderen Meilenstein in der Geschichte des belgischen Bergrennsports. Kupplungsprobleme und einsetzender Regen, machten das Unternehmen Titelgewinn aber noch einmal spannend.

Zajelsnik verteidigt Luxemburger Meisterschaft

Auch im benachbarten Luxemburg fiel beim gemeinsamen Finale eine Titelentscheidung. Patrik Zajelsnik konnte seinen Meistertitel erfolgreich verteidigen. Der Deutsch-Slowene hatte bereits 2025 die Luxemburger Bergmeisterschaft gewonnen und war auch 2026 einer der prägenden Fahrer des Championats. Schon beim Saisonauftakt in Lorentzweiler setzte Zajelsnik mit seiner Nova Proto NP01 ein Ausrufezeichen und holte den Tagessieg.

Im Verlauf der Saison sammelte Zajelsnik weitere Siege, unter anderem in Wolsfeld, Osnabrück und Turckheim. Nach vier Erfolgen stand am Ende der Saison 2025 bereits seine Dominanz im Luxemburger Championat fest; für 2026 ging der Deutsch-Slowene damit als Titelverteidiger an den Start.

Internationales Finale auf neuem Asphalt

Sainte-Cécile bot zum Abschluss der Saison noch einmal ein außergewöhnliches Starterfeld. Neben den eingeschriebenen belgischen und luxemburgischen Meisterschaftspiloten waren zahlreiche internationale Spitzenfahrer am Start. Zu den Namen gehörten unter anderem Meiers, Zajelsnik, Benjamin Noll, Tommy Rollinger, Corentin Starck, Daniel Allais, Samy Guth und der belgische Ex-Meister Jacques Marchal. Besonders die Kategorie 2 der Rennsportfahrzeuge entwickelte sich damit zu einem kleinen internationalen Kräftemessen. Allerdings waren nicht alle starken Gaststarter für die belgische Meisterschaft eingeschrieben und konnten deshalb nicht in die Vergabe der Meisterschaftspunkte eingreifen. Der in EM und Französischer Meisterschaft aktive Corentin Starck fuhr im ersten, feuchten Rennlauf die zweite Zeit, hinter Zajelsnik. Er trat danach nicht mehr an zum zweiten entscheidenden Durchgang.

Mit dem Finale in Sainte-Cécile endet damit eine außergewöhnliche Saison für den deutschen Bergrennsportler Robert Meiers und den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik: Meiers schreibt belgische Motorsportgeschichte, während Zajelsnik seinen Luxemburger Meistertitel erfolgreich verteidigt. Beide werden aber noch beim Deutschen Bergrenn-Saisonfinale im Oktober n den Start gehen.