Deutsche Berg-Meisterschaft 2026: Fast alles offen vor dem Finale
FRANKFURT (red) Die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft biegt auf die Zielgerade ein. Nach dem Bergrennen Eichenbühl steht nur noch das Finale in Mickhausen auf dem Programm. Am ersten Oktober-Wochenende entscheidet sich damit, wer die beiden Deutschen Meistertitel 2026 für Tourenwagen und Rennsportfahrzeuge holen wird. Für zusätzliche Spannung sorgt das Reglement: In beiden Divisionen wird am Saisonende jeweils ein Streichergebnis berücksichtigt.
Brügge gegen Hofmann – drei Punkte trennen die Spitzenreiter
Bei den Tourenwagen hat Fabian Brügge seine hervorragende Saison in Eichenbühl fortgesetzt. Mit seinem BMW E36 325i holte er erneut die maximale Wertung und kommt damit auf 198,0 Punkte. Direkt dahinter liegt Jannik Hofmann im NSU TT mit 195,0 Punkten. Jens Weber folgt im Opel Kadett C mit 187,0 Zählern auf Rang drei.
Damit ist die Ausgangslage vor dem Finale besonders interessant: Brügge, der schon jetzt als Deutscher Meister feststeht, führt zwar mit drei Punkten Vorsprung, doch Hofmann hat noch alle Möglichkeiten. Der NSU-Pilot musste bislang einen Wertungslauf mit 19 Punkten verbuchen, während Brügge neunmal jeweils 22 Punkte gesammelt hat. Bei einem starken Ergebnis in Mickhausen könnte Hofmann diesen Rückstand durch das Streichergebnis wieder ausgleichen. Damit gebe es erneut zwei Bergmeister, bei den Tourenwagen.
Auch Jens Weber ist rechnerisch noch nicht völlig aus dem Titelkampf heraus. Der Rückstand auf Brügge beträgt allerdings bereits elf Punkte. Hinter dem Spitzentrio folgen Werner Weiss mit 150,8 Punkten, Andy Heindrichs mit 141,4 und Thomas Flik mit 139,6 Zählern.
Meisterschaftsstand DBM-Tourenwagen nach Eichenbühl:
Fabian Brügge – 198,0 Punkte
Jannik Hofmann – 195,0 Punkte
Jens Weber – 187,0 Punkte
Werner Weiss – 150,8 Punkte
Andy Heindrichs – 141,4 Punkte
Thomas Flik – 139,6 Punkte
Voss und Noll praktisch gleichauf
Noch enger geht es bei den Rennsportfahrzeugen zu. Bastian Voss führt die Division nach Eichenbühl mit gerade einmal 0,4 Punkten Vorsprung an. Der Tatuus-Formula-Master-Pilot (genannt zum Finale mit den Osella PA 2000) kommt auf 164,8 Punkte, Benjamin Noll liegt im Osella FA30 mit 164,4 Punkten unmittelbar dahinter. Marco Lorig folgt mit 146,0 Punkten.
Voss und Noll haben damit vor dem Finale nahezu identische Ausgangspositionen. Besonders bemerkenswert: Beide können in Mickhausen noch von der Streichergebnis-Regel profitieren. Voss hat bislang 18,4 Punkte als schlechtestes Resultat stehen, Noll 18,0 Punkte. Ein maximales Ergebnis im Finale könnte daher bei beiden zu einer deutlichen Verbesserung des gewerteten Punktestandes führen. Beide haben Teilnehmer für Ihre Klassen motiviert und mobilisiert, was am Ende, das Zünglein an der Waage sein könnte.
Auch Marco Lorig (Formel Master Honda 2.0) darf sich noch geringe Hoffnungen machen. Der Tatuus-Pilot liegt zwar 18,8 Punkte hinter Voss, hat aber bislang einen Nuller aus Oberhallau im Konto. Bei einem starken Finale könnte dieser aus der Wertung fallen. Damit bleibt auch Lorig zumindest theoretisch im Titelkampf. Um Meister zu werden müssten schon Voss und Noll komplett ausfallen.
Meisterschaftsstand DBM-Rennsportfahrzeuge nach Eichenbühl:
Bastian Voss – 164,8 Punkte
Benjamin Noll – 164,4 Punkte
Marco Lorig – 146,0 Punkte
Stephan Collisi – 90,0 Punkte
Patrik Zajelsnik – 82,8 Punkte
Georg Lang – 81,6 Punkte
Finale wird zum großen Showdown
Damit verspricht die letzte Veranstaltung der Saison 2026 gleich zwei hochspannende Titelentscheidungen: Bei den Tourenwagen gehen Fabian Brügge und Jannik Hofmann mit nur drei Punkten Differenz ins Finale, bei den Rennsportfahrzeugen trennen Bastian Voss und Benjamin Noll gerade einmal vier Zehntelpunkte.
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