Bergrennen in Deutschland

Merli kehrt beim Bergrennen Cividale ins Renngeschehen zurück

FIAVÉ (red) Christian Merli ist zurück! Nach einer längeren Pause vom aktiven Renngeschehen, seit Mitte Juli, steigt der sechsfache Europa-Champion beim 49. Cividale-Castelmonte-Bergrennen (03./04. Oktober 2026) im Friaul wieder ins Cockpit. Das traditionsreiche Bergrennen bei Udine zählt 2026 zur italienischen SUPER-CIVM. Zwischenzeitlich machten  zahlreiche Gerüchte die Runde in den Fahrerlagern. Nun ist die Freude bei seinen Anhängern umso größer, Merli bald wieder fahren zu sehen.

Merli wird dabei erstmals bei diesem Rennen seinen Nova Proto NP01 einsetzen, der von einem 3,0-Liter-Cosworth-Motor angetrieben wird. Nach der Wettbewerbspause steht für den Italiener zunächst das Wiederfinden des richtigen Gefühls für Auto und Strecke im Vordergrund. Gleichzeitig möchte er vor allem eines: wieder Rennsport genießen.

„Das Bergrennen von Cividale-Castelmonte ist ein wunderschönes Rennen mit einem begeisterten Publikum. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf die Strecke zu gehen, Kilometer zu sammeln und jeden einzelnen Meter dieses Rennkurses zu genießen“, so Merli. Mit Cividale-Castelmonte verbindet den Italiener eine besondere Geschichte. 2004 feierte er dort seinen ersten Gesamtsieg, damals auf einem Lucchini des Teams Tschager. Auch später konnte Merli auf der anspruchsvollen Strecke weitere Erfolge feiern. 2016 stand er mit einem Osella PA 21 JrB 1000 auf dem Podium, drei Jahre später gelang ihm ein weiterer Sieg – damals mit dem Osella FA30 Zytek V8.

Nun folgt das Comeback in Friaul und gleichzeitig die Premiere des Nova Proto NP01 auf dieser Strecke. Nach der Rennpause ist die Vorfreude entsprechend groß: „Ich freue mich darauf, wieder in die Rennsaison einzusteigen und das Gefühl von Nervenkitzel und Adrenalin wieder zu spüren.“

Anspruchsvolle Strecke mit Rallye-Charakter

Die Strecke von Cividale hinauf nach Castelmonte gilt als technisch anspruchsvoll und selektiv. Der 6,395 Kilometer lange Kurs führt mit zahlreichen engen und kurvenreichen Passagen in Richtung des Heiligtums von Castelmonte. Durch die Streckencharakteristik erinnert der Kurs eher an eine schnelle Bergrallye als an ein klassisches Bergrennen. Zusätzlich sorgen drei Schikanen dafür, dass die Geschwindigkeit an bestimmten Stellen reduziert wird. Für die Fahrer bedeutet dass eine besondere Herausforderung, bei der Präzision und Rhythmus entscheidend sind.

Das Wochenende in Friuli

Das Rennwochenende beginnt am Samstag, 3. Oktober 2026, mit den offiziellen Trainings- und Veranstaltungsaktivitäten. Am Sonntag stehen anschließend zwei Rennläufe auf dem Programm, in denen die Sieger der 49. Cividale-Castelmonte ermittelt werden. Für Christian Merli steht dabei vor allem die Rückkehr ins Renngeschehen im Mittelpunkt – und die Frage, wie schnell er mit seinem neuen Nova Proto wieder den gewohnten Rhythmus findet.